für spirituelle Entwicklung
und Selbstveränderung
Eine Publikation des nada Verlags
Auszug aus "Fragen & Antworten" von Sonnwandeln Nr. 6 "Viele Ängste: eine Angst. Ausweg Urvertrauen"
Frage: Das Urvertrauen zurückgewinnen ist ein langer Prozess! Wie gehe ich in der Zwischenzeit mit meinen Ängsten um, bis ich mein Urvertrauen wiedererlangt habe?
Antwort: Handle trotz der Angst! In unserer Gesellschaft wird das Leiden nicht akzeptiert, wir versuchen es zu fliehen und zu betäuben, betrachten es als etwas Negatives, absolut Unerwünschtes – wir wollen vergessen, dass es zum Leben gehört, und haben verlernt, damit umzugehen. Damit umgehen heisst: Das Leiden als gegeben annehmen und es einfach aushalten. (Gemeint sind hier nicht physische Leiden, denn dagegen gibt es Schmerzmittel – es ist unnötig körperliche Schmerzen zu ertragen.) Schauen wir es doch ganz nüchtern an:
• Ich fühle mich verletzt oder habe einen Verlust erlitten oder bin in finanzieller Not oder ich habe Angst... • Es tut weh, in mir drinnen. • Ja, es tut weh – na und? Dann tut es halt weh... ich weiss, es geht vorbei... ich weiss, es wird mich zu Erkenntnissen führen... ich weiss, es gehört zum Leben... • Ich schaue dem Schmerz ins Gesicht, ich verdränge ihn nicht, meide ihn nicht. Ich schaue ihn an, wie er ist, nehme ihn wahr... Manchmal verschwindet er bereits durch diese tapfere "Gegenüberstellung" oder schwächt sich wenigstens ab. • Und sonst halte ich ihn weiterhin aus, bis ich zur Erkenntnis gelange, dass er überflüssig ist.
Wenn wir bereit sind, das Risiko eines künftigen möglichen Leidens einzugehen – weil wir uns vor "ein bisschen Schmerz" nicht länger fürchten –, verschwinden viele unserer Ängste ganz von alleine. Selbstverständlich werden wir dann, wenn die Zeit für uns reif ist, noch weiter gehen und überhaupt nicht mehr leiden (müssen), weil unser Gleichmut so stark ist, dass nichts uns verletzt, wir keinen Verlust mehr (tief) betrauern, wir annehmen, was das "Schicksal" uns bringt... Dann haben wir unser Urvertrauen wiedererlangt.
Das Thema "Leiden" wird in verschiedenen Ausgaben von Sonnwandeln immer wieder aufgegriffen, beispielsweise in Nr. 9 "Wünsche und Begehren".
Mehr zum Thema Angst und Urvertrauen in Sonnwandeln Nr. 6
Auszug aus "Fragen & Antworten" von Sonnwandeln Nr. 18 "Scheiden tut so weh! Trennung und Tod"
Frage: Ich habe vor einem halben Jahr meinen Lebenspartner verloren. Es war ein riesiger Schmerz und trotzdem empfand ich auf eine eigenartige Weise auch so etwas wie Befreiung. Ich schäme mich dafür...
Antwort: Du darfst für deine Empfindungen kein schlechtes Gewissen aufkommen lassen: Wie alles, was in der äusseren Welt auf uns zukommt, uns etwas sagen, etwas lehren will, so auch die Regungen unserer inneren Welt. Versuche zu verstehen, was der Schmerz ist, den du fühlst (Einsamkeit, Ungewissheit über das jenseitige Schicksal deines Partners, Bedauern, dass ihr nun vieles nicht mehr gemeinsam erleben könnt, und mehr) und woraus die Befreiung besteht: Welche Fesseln sind jetzt gelöst? Hat dich dein Partner, willentlich oder unbewusst, daran gehindert, deinem eigenen Lebensgesetz zu folgen? War eure Beziehung, trotz der Liebe, an einem Punkt angelangt, an dem ihr sie hättet beenden sollen? Freut sich deine Seele auf neue Schritte, neue Herausforderungen, welche dir an seiner Seite verwehrt blieben? Natürlich könnte es auch dein Ego sein, das sich befreit fühlt – etwa weil du dich bereits in einen neuen Mann verliebt hast oder wieder das Single-Dasein geniessen möchtest...
Was auch immer deine Empfindung zu bedeuten hat: Schämen brauchst du dich nicht dafür! Wir sind für unsere Gedanken und Gefühle zwar ebenso verantwortlich wie für unsere Taten, aber auch sie verfolgen einzig den Zweck, uns auf unserem spirituellen Weg weiterzuführen. Was in Sonnwandeln schon gesagt wurde: "Es gibt keine Fehler, nur Erfahrungen", bezieht sich nicht nur auf die äusseren Begebenheiten, sondern auch auf unsere mentale und emotionale Ebene. Lerne aus deinem Denken und Fühlen ebenso wie aus deinem Handeln! Und wie immer: ohne Selbstverurteilung, ohne Frustration, ohne Entmutigung. Schau deine Empfindungen an, versuche zu erkennen, ob sie aus dem Ego oder aus der Seele stammen, zieh deine Schlüsse – und lasse sie dann los.
Ohne deine näheren Umstände genauer zu kennen, vermute ich, dass dieses Gefühl der Befreiung ein aufmunterndes Signal deiner Seele darstellt. Sie will dir vermutlich sagen: "Ein Lebensabschnitt ist zu Ende gegangen, ein neuer beginnt, und die Zukunft wird dir Freude und Erfüllung schenken. Bewahre die Hoffnung und die Zuversicht, alles ist gut!"
Mehr zum Thema Trennung, Scheidung und Tod in Sonnwandeln Nr. 18
Auszug aus "Fragen & Antworten" von Sonnwandeln Nr. 25 "Was gehört zu mir – und was ist fremd?"
Frage: Wenn die Gedanken und Emotionen anderer Menschen so stark auf uns wirken: Sollten wir dann nicht, extrem gesagt, jeglichen Kontakt mit "schlechten" Menschen meiden?
Antwort: Jeglichen Kontakt mit Menschen und den von ihnen ausgehenden Schwingungen zu vermeiden, mag – bewusst oder unbewusst – einer der Gründe sein, warum sich einzelne Gottsuchende in die Einsamkeit, beispielsweise in eine Waldeinsiedelei oder in die Wüste, zurückziehen. Es ist in der Tat sehr schwierig, diesen Energien auf andere Art zu entkommen.
Ebenso beruht der "schlechte Einfluss" von Freunden, den Eltern für ihre Kinder so fürchten, nicht nur auf Gruppendynamik, Mitläufer- und Nachahmungseffekten. Vielmehr dringen die "schlechten" Schwingungen ganz direkt ein – allerdings nur, sofern sie auf einen geeigneten Grund treffen, wie an anderen Stellen dieser Sonnwandeln-Ausgabe ausführlicher erklärt.
"Schlechte" Menschen können wir selbstverständlich meiden und sollten es auch tun – sofern wir sie als "schlecht" erkennen und die Möglichkeit haben, uns von ihnen fernzuhalten. Wie machen wir es aber beispielsweise mit Arbeitskollegen, die wir nicht einfach meiden können? Und mit all den Menschen, denen wir in der Öffentlichkeit begegnen und die wir nicht kennen? Wie schon unter "Vertiefende Aspekte" erläutert: Wir treffen auf bestimmte Menschen beziehungsweise bestimmte Schwingungen, weil wir damit konfrontiert werden sollen, um etwas zu lernen und innerlich zu wachsen. Nichts, was uns geschieht, und niemand, der unseren Weg kreuzt, entspringt dem Zufall! (Siehe dazu Sonnwandeln Nr. 1 "Zufall und Schicksal"). Andererseits sollten wir schädliche Umgebungen nicht bewusst aufsuchen und uns darin aufhalten, beispielsweise Restaurants und Bars in Vergnügungsvierteln, wo ausgeprägte egoische Schwingungen vorkommen, ebenso wenig wie Orte, wo Angst herrscht (beispielsweise der Tiere in einem Schlachthof) oder Aggressionen (Kämpfe, möglicherweise auch nur sportliche wie Boxen, aber auch heftige politische und andere Debatten) und viele mehr.
Obwohl die subtilen Energien über grosse Distanzen "gesendet" werden und wandern können, scheinen sie doch am Ort des Geschehens verdichtet in der Luft zu liegen, sie durchdringen die jeweilige Atmosphäre und üben eine entsprechend stärkere Wirkung auf die sich darin befindlichen Menschen aus. Und wie das Verhalten gewisser spiritueller Meister, die jeglichen Körperkontakt meiden, vermuten lässt, werden Schwingungen durch materielle Berührung möglicherweise leichter übertragen als über den Äther. Deshalb können wir ihnen bis zu einem gewissen Grad ausweichen, wenn wir in eine konkrete Situation mit negativen Energien geraten, indem wir uns so weit wie möglich entfernen (und seien es nur einige Meter). Eine Methode, um uns noch effizienter davor zu schützen, wird in der Lern- und Übungsaufgabe vorgestellt.
Über die Wirkung anderer Schwingungen, beispielsweise von Musik, wird in der Antwort auf Seite 12 eingegangen.
Mehr zum Thema Feinstoffliches und Schwingungen in Sonnwandeln Nr. 25
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