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Nr. 11: Bedingungslose Hingabe oder Freizeitspiritualität?

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Viele Menschen sind auf der Suche nach Erlösung, Erleuchtung oder wie man es nennen mag. Noch nie war das Angebot so gross und dank Internet so leicht erreichbar – doch die meisten "konsumieren" Spiritualität wie andere Güter. Doch nur wer sich dem spirituellen Weg vollständig hingibt, ihn zum einzigen Sinn seines Daseins macht, kann das Ziel erreichen. Spiritualität nebenbei betrieben, als Freizeitbeschäftigung, ist nicht genug.

Beispiele für erörterte Detailfragen

• Wir können nicht zwei Herren dienen: Solange wir noch weltliche Ziele verfolgen, erlangen wir das Göttliche nicht • Voraussetzungen für die vollständige Hingabe • Die Entscheidung für den spirituellen Weg bedingt keinen Rückzug aus der Welt • Einem Lehrer folgen oder alles aus eigener Kraft schaffen?

Entwicklungsziel

Ich fasse bewusst den Entschluss, mein Dasein dem Göttlichen zu weihen, und lerne, mich Ihm vollständig zu ergeben und in fortwährender Aspiration zu leben. Ich weiss, dass das Göttliche durch meine ausschliessliche, bedingungslose Hingabe meinen spirituellen Weg ebnet und mir näher und näher kommt.

Leseprobe

Das heisst nun nicht, das weltliche Leben für eine asketische Einsiedelei aufzugeben. Wir müssen nur unseren Bezugspunkt und unsere Zielausrichtung ändern: Wir machen das Göttliche zu unserem einzigen Ziel und nicht nur zu einem Ziel. Wir teilen unsere Aufmerksamkeit nicht länger auf, sondern richten sie einzig auf das Göttliche. Das heisst: alle weltlichen Ziele loslassen. Die Ziele, nicht das weltliche Leben.
Wenn man einen Affen fangen will, hängt man eine Flasche an einen Baum, deren Hals gerade so weit ist, dass eine Affenhand knapp hindurch passt, und füllt Nüsschen hinein. Der Affe greift nach den Nüsschen, aber sobald er sie in der Hand hält, kriegt er die Faust nicht mehr durch den engen Flaschenhals und ist gefangen. Um die Freiheit zu erlangen, müsste er nur die Nüsschen loslassen – aber das tut er nicht.
So ergeht es uns: Wir greifen nach weltlichen Zielen und bleiben darin gefangen, bis wir sie loslassen. Und zwar vollständig – wenn der Affe auch nur ein einziges Nüsschen in der Hand behält, kann er sie nicht aus der Flasche ziehen!
Betreiben wir lediglich Freizeit-Spiritualität, mag das gut zur Entspannung sein und unser diesseitiges Leben bis zu einem gewissen Grad erleichtern. Doch das höchste Ziel, die Einheit mit dem Göttlichen, die Erlösung, die Freiheit erlangen wir nur durch die vollständige, bedingungslose Hingabe.

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