für spirituelle Entwicklung
und Selbstveränderung
Eine Publikation des nada Verlags
Themenübersicht
Nr. 29: Inneres und äusseres Leben
Thematischer Überblick
Obwohl unsere Lebensschule im Alltag in der Konfrontation mit Mitmenschen und herausfordernden Situationen stattfindet, kommt eines Tages auch die Zeit, uns etwas von der Aussenwelt zurückzuziehen und den Reichtum unserer inneren Welt zu entdecken.
Dabei lassen wir die unbedeutenden, banalen, unnützen Tätitgkeiten mehr und mehr los.
Beispiele für erörterte Detailfragen
• Der Rückzug in die Welt der Seele • Das Aussen verwandeln • Mit den inneren Augen schauen • Übungen, um die innere Welt zu erfahren • Das Leben in der inneren Welt und die Konsequenzen auf unser äusseres Verhalten • Hindernisse im inneren Leben • Sich eine Weile vollständig aus der Welt zurückziehen? • Verzicht • Gebet und Meditation •
Entwicklungsziel
Ich beginne, meine innere Welt zu erforschen und zu erfahren, und ziehe mich immer öfter darin zurück.
Ich ändere meinen Blickwinkel auf die äussere Welt: Ich lebe aktiv in ihr, ohne wirklich Teil von ihr zu sein, und sehe in allem das Göttliche Wirken. Nach und nach lasse ich alles Unnötige der äusseren Welt fallen.
Leseprobe
Je mehr wir in und aus unserer inneren Welt leben, desto mehr werden wir die äussere anders wahrnehmen. Wir können sie zwar nicht verändern, doch wir schauen sie mit anderen Augen an, als sähen wir sie durch eine „Wahrheitsbrille“. Wir sind gleichzeitig ganz in ihr, mehr als wir es je in unserem Leben waren, und doch unbeteiligte Zuschauer; wir handeln und ruhen zugleich in uns selbst; wir ziehen uns zurück und tauchen doch in den Alltag ein. Wie Jesus sagte (Johannes-Evangelium 8,23): „Ich bin nicht von dieser Welt“, während er sich ihr doch ganz hingab und in ihr wirkte.
Es handelt sich dabei nicht um eine Flucht, wie wir sie manchmal bei Menschen sehen, die mit dieser „bösen“ Welt nicht zurechtkommen, sondern um ein losgelöstes Sein – vergleichbar einem Tropfen Öl im Wasser: Er ist zwar darin, doch er vermischt sich nicht damit, bleibt eigenständig und abgegrenzt. Oder wie das im Osten verwendete Bild der Lotusblüte: Sie schwimmt auf dem Wasser, doch das Wasser nässt sie nicht (die Wassertropfen perlen an ihr ab).
Zu diesem Öltropfen, zu dieser Lotusblüte müssen wir werden, solange wir noch im materiellen Körper weilen – hier und doch schon jenseits.
© 2006-2011 nada AG, CH-8712 Stäfa
