Nr. 8: 7 Tugenden, 7 Sünden. Teil 2.
Thematischer Überblick
Im zweiten Teil geht es um die „Sünden“ Sinneslust, Unmässigkeit und Trägheit/Traurigkeit bzw. um die entsprechenden Tugenden Sinneslust (ist zugleich eine Tugend!), Gelassenheit und Zuversicht/Gleichmut.
Wir dürfen und sollen die Schöpfung durch unsere Sinne geniessen, uns aber bewusst sein, dass wahre, anhaltende Zufriedenheit nicht aus sinnlichen Genüssen stammen kann.
Trägheit und Traurigkeit sind oft in einem Teufelskreis miteinander verwoben.
Beispiele für erörterte Detailfragen
• Trägheit ist nicht mit Faulheit gleichzusetzen: Auch in der Aktivität kann Trägheit liegen • Trägheit als Verweigerung der Lebensfreude • Wie Trägheit und Traurigkeit einander bedingen und wie wir aus diesem Teufelskreis wieder heraus kommen • Radikale Askese als Weg? • Ist Sexualität ein Hindernis für spirituelle Menschen? • Die Schöpfung geniessen oder ihr entfliehen • Gleichmütig oder gleichgültig? • Trägheit oder Geschehenlassen? • Es gibt keine grundlose Traurigkeit • Stillstand auf dem spirituellen Weg
Entwicklungsziel
Ich bin wachsam für meinen Drang, die Sinne zu befriedigen, besonders für alles Übermässige, und für meine Trägheit, die sich darin äussert nicht zu erledigen, was ansteht, oder eine Tätigkeit der anderen vorzuziehen; dann versuche ich mit Einsicht und stetem Bemühen meine Abhängigkeit von der Befriedigung sinnlicher Genüsse abzubauen bzw. meine Trägheit durch Willenskraft zu überwinden.
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